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Im Gespräch mit Edit Dulovics

Geschäftsführerin von CO2 Supercritical Kft.:

Der Kunde: CO2 Supercritical Kft.

Vor fünf Jahren begann in Ungarn mit Unterstützung der Europäischen Union ein Konsortium für Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet pflanzlicher Heilmittel seine Arbeit. Es hat bisher drei neue Arzneimittel entwickelt. Die CO2 Supercritical Kft. wurde gegründet, um diese Arzneien industriell herzustellen. Das Unternehmen befindet sich noch im Aufbau, übernimmt aber bereits externe Aufträge für die Hochdruckextraktion. Langfristiges Ziel ist unter anderem die Produktion von Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis.

„Ein hervorragendes Lösungsmittel, um sehr reine und hochkonzentrierte Extrakte zu gewinnen.“

Warum nutzen Sie überkritisches CO2?

Edit Dulovics: Es ist in dieser Form ein hervorragendes Lösungsmittel. Wir können damit sehr reine und hochkonzentrierte Extrakte aus den pflanzlichen Rohstoffen gewinnen. Es ist inert, hinterlässt keinerlei Rückstände und kann nahe der Zimmertemperatur eingesetzt werden. Das heißt, die behandelten Stoffe werden nicht beeinträchtigt. Wir können mit unserer Anlage wasser- und alkohollösliche Stoffe extrahieren sowie Trockenextrakte herstellen.

Mit welchen Ausgangsprodukten arbeiten Sie?

Edit Dulovics: Wir haben uns bisher mit verschiedenen getrockneten pflanzlichen Stoffen beschäftigt, wie etwa Liebstöckelwurzel, Sanddornbeeren, Oregano, Thymian und diversen Heilpflanzen. Wir prüfen die Qualität der Extrakte mittels Gas- und Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. In den Extrakten kann man sogar 200 bis 250 verschiedene Bestandteile nachweisen, aber wir suchen im allgemeinen gezielt nur nach einigen wichtigen Wirkstoffen.

Wie kann man sich diese pflanzlichen Extrakte vorstellen?

Edit Dulovics: Sie sind so extrem konzentriert, dass sie für den Verzehr in unverdünnter Form nicht geeignet sind. Meist sind es ölige, wachsartige oder pastöse Stoffe, je nach Ausgangsstoff und Einstellungsparametern des Verfahrens.

Wo werden die Extrakte verwendet?

Edit Dulovics: Hauptsächlich in der Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie. In verdünnter Form werden sie auch direkt als pflanzliche Heilmittel von Apotheken und Drogerien angeboten.

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