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Im Gespräch mit Zoltán Bozóki

Direktor der Hilase Kft.

Der Kunde:

Hilase wurde von Wissenschaftlern der Universität Szeged (Ungarn) und dem Elektronikhersteller Videoton gegründet. Das Unternehmen entwickelt, produziert und betreibt Geräte zur genauen Analyse der chemischen Zusammensetzung von Gasen und Aerosolen. Hilase hat sich auf die Methode der photoakustischen Spektroskopie spezialisiert.

„Hohe Genauigkeit durch zuverlässige Kalibriergase“

Warum muss Erdgas untersucht werden?

Dr. Zoltán Bozóki: Erdgas enthält neben Kohlenwasserstoffen wie Methan weitere Bestandteile, die zum Teil unerwünscht oder schädlich sind. Je nach Lagerstätte kann die Zusammensetzung stark differieren.

Um welche Stoffe geht es vor allem?

Dr. Zoltán Bozóki: Für einen unserer Kunden messen wir den Anteil von Wasserdampf, Schwefelwasserstoff (H2S) und Kohlendioxid (CO2). CO2 mindert den Heizwert des Erdgases, H2S ist giftig und kann die Leitungen zerfressen. Aus der Reaktion des Erdgases mit dem Wasserdampf schließlich können feste Hydrate entstehen, welche die Leitungen verstopfen. Deshalb müssen diese Stoffe aus dem Erdgas abgetrennt werden.

Welche Rolle spielt dabei die Analytik?

Dr. Zoltán Bozóki: Um einen unerwünschten Stoff von den Nutzgasen zu trennen, muss man seinen Anteil genau kennen. Dann kann man zum Beispiel die richtige Menge Glykol zuführen, um den Wasserdampf zu binden.

Wie funktioniert die photoakustische Methode?

Dr. Zoltán Bozóki: Die Gasprobe wird Laserblitzen ausgesetzt. Da Gasmoleküle nur Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbieren, werden dabei je nach Wellenlänge unterschiedlich Stoffe erhitzt. Aus dem Wechsel von Erhitzung und Abkühlung entsteht eine Vibration, die einen spezifischen Schall erzeugt. Diesen Schall erfassen wir mit einem Mikrofon und bestimmen daraus den Anteil des Gases.

Welche Vorteile hat diese Methode?

Dr. Zoltán Bozóki: Sie ist ausgesprochen preisgünstig und robust, und sie lässt sich automatisieren. Zugleich deckt sie einen sehr breiten Messbereich ab und arbeitet sehr genau, wozu auch die zuverlässigen Kalibriergase von Messer beitragen.


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