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„DuoCondex“ nimmt der Umwelt eine tonnenschwere Last

Flüssiger Stickstoff reduziert Schadstoffe in Industrie, Recycling und Chemie

Bei vielen industriellen Prozessen entstehen gas- oder dampfförmige Schadstoffe. Diese lassen sich durch Abkühlung mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff kondensieren, also verflüssigen und auffangen, und gelangen somit nicht in die Atmosphäre. Der Industriegase-Spezialist Messer hat hierfür das DuoCondex-Verfahren entwickelt, mit dem eine solche Kondensation bei Temperaturen bis minus 160 °C möglich ist. Die Rückgewinnungsrate liegt in den meisten Fällen bei mehr als 99,9 Prozent. Im Idealfall kann das entstehende Kondensat wieder in der Produktion eingesetzt werden. Teilweise werden die zurückgewonnenen Stoffe auch aufgearbeitet, als Brennstoff verwendet oder einer kontrollierten Vernichtung zugeführt.

Diese Technologie kommt unter anderem beim Recycling von mehr als einer Million Kühlgeräten pro Jahr zum Einsatz. Dabei werden die im Isolationsschaum der Geräte gebundenen Treibgase (FCKW) freigesetzt, in den DuoCondex-Anlagen verflüssigt und anschließend unschädlich gemacht.

Auch die Unternehmen in der chemischen Industrie nutzen das DuoCondex-Verfahren. Es hilft ihnen, die Emissionsgrenzwerte einzuhalten und gleichzeitig durch die Wiederverwendung der kondensierten Stoffe Kosten zu sparen. Vor allem profitiert unsere Umwelt: Die Rückgewinnung erspart der Atmosphäre eine Belastung von etwa 1.000 Tonnen ozonschädigender Stoffe pro Jahr mit einem Treibhauspotenzial von 500.000 Tonnen CO2-Äquivalent.

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